Fifth week

ENGLISH TRANSLATION IS YET TO COME

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Zu zweit jede Woche schon eine schwindelerrengd schnelle Fahrt, fliegt das Tuktuk mit nurn einem Gast geradzu über die “Straßen”. Der Versuch sich während der Fahrt noch einige Notizen zu machen scheitert kläglich an den hiesigen Straßenverhältnissen und Vins halsbrecherischem Fahrstil, so dass einem Angst und Bange wird, wenn sich eine neue Kurve anbahnt und man hofft auch diesmal nicht in hohem Bogen aus der offenen Kabine geschleudert zu werden oder gar umzukippen. Ca. 40 Minuten später erreichen wir dann endlich die Schule, wo strahlende Kinder mit Zahnbürsten bewaffnet einer anderen Voluntärin zur “Hygene-lesson” folgt. Die kleine Bambushütte in der nun nicht weniger als 90 Mobilés hängen und den Namen “Art Gallery” inzwischen redlich verdient wird heute seines Tisches beraubt und mit Plastikfolie ausgekleidet. Angemischte Farben, Wasser und Pinsel liegen bereit als die erste Klasse in bunte Regenmäntel gehüllt hineinstürmt. Bunte Bänder unterteilen die Wände der Hütte, die eher die Bezeichnung Zaun verdienen in 40 etwa gleichgroße Abschnitte auf denen sich heute jedes Kind mit Pinsel und Farbe austoben darf. Komplett frei ist die Aufgabe heute allerdings nicht gestellt, es soll eine Menschenkette einmal run um die Art Gallery entstehen aus Abbildern die die Kinder von sich selbst malen. Nach langen Erklärungen und stümperhaften Versuchen meinerseits das ganze als Zeichnung zu verbildlichen scheinen alle die Aufgabe verstanden zu haben und gehen ans Werk. Die Größe der zu malenden Figuren ist dann irgendwie doch noch nicht ganz klar, aber am Ende der ersten Stunde hat die Klasse in etwa die Hälfte der Wände mit Figuren geschmückt, die zwar eher selten als Abbilder ihrer Schöpfer zu erkennen sind, dafür aber umso farbenfroher sind und sich (meistens) sogar an den Händen halten.
Die zweite Gruppe legt noch ungestümer los und vielleicht ist es diesem Umstand zu verdanken, dass die Aufgabe nicht gänzlich verstanden und so neben Figuren auch ganze Abschnitte mit abstrakten Formen und Farben oder Blumenmustern bemalt wurden. Der Hitze wegen, die sich bei den ohnehin schon extremen Temperaturen unter den Regenmänteln staut gibt ein Teil der Klasse frühzeitig auf, jedoch nicht ohne eine bunte, wenn auch nicht immer als Menschenkette zu erkennende, Wandbemalung zu hinterlassen. Einige wenige begeisterte bleiben schlussendlich übrig und pinseln in akribischer Feinarbeit noch Hintergründe zwischen die Figuren.
Nach einem feuchtfröhlichen Pinselauswaschen und nachdem alle Materialen wieder verstaut sind gehts mit rasantem Tempo zurück über staubige Straßen.

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